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TU Berlin

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Verifikation von Pointing-Software

In diesem Projekt geht es um die Testung und Verifizierung des vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelten “Fine Guidance System” (FGS), das für die PLATO Raummission der ESA entwickelt wird.


Das Ziel der PLATO Mission ist die Entdeckung von bisher unbekannten Exoplaneten im großen Umfang. Nach dem geplanten Start im Jahr 2024 sollen mehr als eine Millionen Sternensysteme über einen Zeitraum von 3-6 Jahren beobachtet werden.

Um diese Exoplaneten zu finden wird die Transitmethode angewendet. 34 Kameras an Bord des Satelliten sollen das Licht der einzelnen Sterne über einen langen Zeitraum aufzeichnen. Die entstandenen Lichtkurven werden dann auf periodisch auftretende Intensitätsschwankungen untersucht, die auf einen Planeten zwischen Stern und Satelliten schließen lassen. Nachfolgende Spektraluntersuchungen können die Größe, Kernkomposition und Atmosphärenbeschaffenheit des Planeten offenlegen. Es wird davon ausgegangen, dass im Verlauf der Mission hunderte von Exoplaneten entdeckt werden, viele von ihnen mit erdähnlichen Eigenschaften. Diese Methode ist stark von der stabilen Position und der präzisen Ausrichtung des Satelliten abhängig, welche vom bereits erwähnten FGS sichergestellt werden soll.

Das FGS wird die Daten von zwei sich an Bord befindenden Kameras nutzen, um die Position des Satelliten relativ zu ausgewählten Sternen genauestens zu bestimmen. Jegliche Abweichung wird gemessen und durch Schubdüsen ausgeglichen. Um die Funktionalität des FGS und anderer Systeme vor dem Start der Mission zu überprüfen, wurde PLATOSim vom Institut für Astronomie der KU Leuven entwickelt. Dieses Instrument zielt darauf ab, die Ausgabedaten der Kameras so realistisch wie möglich, unter Einbeziehung aller bekannten optischen und mechanischen Einflussfaktoren, zu simulieren. Das Institut für Computer Vision & Remote Sensing unterstützt die weitere Entwicklung dieses Simulators und erstellt unabhängige Testszenarios für das FGS.    

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