direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Luftbildaufnahmen

Lupe

 

Im Rahmen unserer Forschung zu kamerabasierter 3D Rekonstruktion wurden im ersten Quartal 2009 zwei Schwebeplattformen erworben. Eine montierte Kamera ermöglicht das Filmen und Fotografieren aus Vogelpersektive. Ähnlich wie bei Modellhubschraubern handelt es sich bei diesen Plattformen um ferngesteuerte Flugmodelle. Diese sogenannten Multirotorensysteme besitzen gegenüber konventionellen Architekturen jedoch zahlreiche Vorteile. Durch das aus vier bzw acht Rotoren bestehende Antriebssystem ist ein echter 3D-Flug möglich, also Bewegung in alle Richtungen. Durch die paarweise gegenläufigen Rotoren entfällt auch eine ineffiziente Kompensation des Drehmoments wie zum Beispiel durch den Heckrotor beim Hubschrauber. Die elektrisch angetriebenen Rotoren sorgen für einen ruhigen Flug und damit optimalen Bedingungen fuer Luftbildaufnahmen.



Die Flugsysteme besitzen einen leistungsstarken Bordcomputer der über GPS und einem eingebauten Höhenmesser den Piloten unterstützt. Dies ermöglicht einen sicheren Flug auch bei stärkerem Wind von bis zu 10 m/s. Durch die GPS-Sensorik ist es ausserdem möglich, im Vorfeld geplante Pfade automatisch abfliegen zu lassen. Das grössere Geraet „Falcon 8“ kann wahlweise mit einer Fotokamera oder einem Camcorder zur Akquisition von Videosequenzen bestückt werden. Die umfangreich ausgestattete Basisstation erlaubt eine bequeme Steuerung. Das Videosignal der Kamera ist über ein montiertes TFT-Display zu sehen und zwei zusätzliche Regler erlauben ein präzises Justieren der Kameraorientierung direkt vom Boden aus. Momentan wird die Technologie eingesetzt um im Rahmen des Artist-Projekts Videomaterial zur Rekonstruktion von Gebäuden zu gewinnen. Neben unserem grossen Flugmodell mit einer maximalen Zuladung von ca einem halben Kilo besitzen wir noch einen sogenannten Quadkopter mit vier Rotoren. Wesentlich leichter und schlanker in der Austattung dient dieses Modell als Plattform zur Entwicklung vision-basierter Navigation – und Steuerung. Zur Zeit soll ein System zur Flugsteuerung über optische Marker entwickelt werden. Die Marker werden über eine WLAN-Kamera erkannt und in geeigneter Weise auf die Flugbewegungen des Modells übertragen.

Zusatzinformationen / Extras